ArsetLabor MATERIE COMPLMENTARI
HOME Die Meister Archiv Verein Patronat Downloads Links
Präsentation | Kurs 2005/07 | Dozenten | Unterrichtsräume | Kursbedingungen | Prospekt | Studenten 


Meisterkurs ARS ET LABOR
Klavier
Instrumentale Fortbildung
Kammermusik
Phänomenologie

Vicenza
Oktober 2005- Juni 2006
Oktober 2006- Juni 2007

Der Meisterkurs ARS ET LABOR artikuliert sich in zwei Studiengängen zwischen denen die Studenten wählen können. Die Teilung hat nicht exklusiven Charakter: es ist möglich, sich teilweise mit freiem Programm am thematischen Kurs, sowie an den spezifischen für diesen gedachten Phänomenologielektionen zu beteiligen.
Die instrumentalen Einzellektionen des Meisterkurses werden integriert durch die Nebenfächer Phänomenologie, instrumentale Integration auf funktionaler Basis, musikalische Theorie und Gehörbildung. Die Lektionen finden entweder in kleinen Gruppen oder im Klassenunterricht statt. Die Teilnahme ist fakultativ und es ist ebenfalls möglich, im Einverständnis mit den Dozenten, ein persönliches Studienprogramm zusammenzustellen.

A) Thematischer Kurs
In diesem Kurs werden jeweils ein oder mehrere Autoren auf «sinfonische Weise» vertieft, ausgehend vom Grundsatz, daß mehrere gemeinsam auf den gleichen Gegenstand gerichtete Bewußtsein evident erscheinen lassen, was von nicht interpretierbarer, intersubjektiver Natur im Phänomen ist.
Das nächste Biennium ist dem Wohltemperierten Klavier von J. S. Bach, sowie den Werken L. van Beethovens gewidmet. Der Kurs artikuliert sich in elf Begegnungen von je drei bis vier Tagen pro Jahr. Es wird Autonomie des Studenten bezüglich der Erarbeitung des selbstgewählten Programms vorausgesetzt.
Heinrich Schenker's Erläuterungsausgaben zu den letzten Sonaten von L.van Beethoven
Für diejenigen Studenten die am thematischen Kurs über Beethoven teilnehmen, wird ein Sonderseminar über die Erläuterungsausgaben zu den letzten Sonaten Beethovens von H. Schenker stattfinden.

B) Kurs mit freiem Programm
Dieser Kurs wendet sich an Berufsstudenten, junge professionelle Musiker, und Kammermusikgruppen, die daran interessiert sind, sich ein eigenes Repertoire auf phänomenologischer Basis zu erarbeiten. Er besteht in zehn Begegnungen pro akademisches Jahr von je drei bis vier Tagen.


Kammermusik
Indem sich die höhere Berufsausbildung von ARS ET LABOR an das Individuum als solches richtet, ist – wesensmäßig – eine Unterscheidung zwischen Solisten und Kammermusikern undenkbar. Die Kammermusik, instrumentale und musikalische Begegnung zwischen den einzelnen Musikern, verlangt, wegen der erhöhten Komplexität der zu reduzierenden Vielfalt, eine erstklassige technische, sowie künstlerische Vorbereitung und nicht eine Spezialisierung. Deshalb ist Kammermusik integrierender Bestandteil des Kurses: die einzelnen Studenten erhalten Kammermusikunterricht, andererseits können die Mitglieder von Kammermusikensembles individuell an den Lektionen in Phänomenologie, instrumentaler Integration auf funktionaler Basis und Musiktheorie teilnehmen.

Kursprogramm 2005 - 2007

A) Thematischer Kurs

Das Wohltemperierte Klavier von J. S. Bach
Veranstaltungsort: Vicenza, Villa Miramonti
2005/06: I. Band
Drei Begegnungen von je drei bis vier Tagen in den Monaten Oktober bis Dezember 2005. Die erste ist der Fuge gewidmet und hat theoretischen Charakter.
2006/07: II. Band
Drei Begegnungen von je drei bis vier Tagen in den Monaten Oktober bis Dezember 2006.
Der Student bereitet zwei Präludien und Fugen pro Jahr vor.

L. van Beethoven: Die Konzerte mit Orchester
Veranstaltungsort: Vicenza, Villa Miramonti
2005/06: Zwei Begegnungen von je vier Tagen, eine im Dezember 2005 und die andere im April 2006.
2006/07: Zwei Begegnungen von je vier Tagen, eine im Dezember 2006 und die andere im März 2007.
Der Student bereitet mindestens ein Konzert vor.

L. van Beethoven: Klavierwerke und Kammermusik mit Klavier
Veranstaltungsort: Vicenza, Villa Miramonti
2005/06: sechs Begegnungen von je drei Tagen ab Januar bis Juni 2006.
2006/07: sechs Begegnungen von je drei Tagen ab Januar bis Juni 2007.
Der Student, oder die Kammermusikformation (Duo Violine-Klavier; Duo Violoncello-Klavier; Klaviertrio bzw.-quartett) stellt ein Programm mit freigewählten Werken von Beethoven zusammen.

B) Kurs mit freiem Programm
In diesem Kurs kann der Student sich ein eigenes Repertoire auf phänomenologischer Basis erarbeiten. Er besteht in zehn Begegnungen pro Jahr von je drei bis vier Tagen.


Nebenfächer

Phänomenologie
Die Phänomenologie, wie sie von Edmund Husserl entwickelt und von Sergiu Celibidache in Korrelation zur Musik gesetzt wurde, führt tatsächlich zur Evidenz, daß innerhalb des Phänomens Musik das Konzept der Interpretation irreführend ist. Sie geht von den beiden für jeden Musiker fundamentalen Betrachtungen aus:
- Was ist der Klang?
- Welche Wirkung hat der Klang auf das menschliche Bewußtsein?

Instrumentale Integration auf funktionaler Basis
Entwicklung des Bewußtseins der funktionalen Einheit aller Prozesse die zur musikalischen Reduktion führen, mittels gezielter “Uebungen”. Eine auf Mechanisierung der motorischen Prozesse gerichtete Haltung, die unausweichlich zur Mechanisierung auch der musikalischen Reaktionen führt, wird ersetzt durch einen immerwährenden Lernprozeß, der seinerseits zu erhöhter Lernfähigkeit führt. Somit wird die innere Freiheit gewonnen, welche erlaubt, die Meisterwerke einem Publikum ihrem wahren Gehalt gemäß darzustellen.

Musiktheorie
Der Kontrapunkt- und Harmonielehrunterricht stützt sich auf H. Schenker (Kp. I und II, Harmonielehre) und auf C. Ph. Em. Bach (Versuch über die wahre Art das Klavier zu spielen, II).

Gehörbildung
Gehörbildung oder die "Kunst zu hören": es handelt sich darum, diejenigen Parameter spontan unterscheiden zu lernen, die eine Aneignung der jeweiligen Komposition möglich machen. Das Richten der Aufmerksamkeit auf die Träger der musikalischen Entwicklung öffnet die Perspektive auch zu einer sinnvollen Anwendung der durch Gehörbildung entstandenen Fähigkeiten, wie Erkennen und Aufschreiben von musikalischen Geschehnissen (Intervalle, rhythmische, melodische und harmonische Gruppierungen), und dadurch auch zur Bewußtwerdung und Sicherstellung der musikalischen Korrelationsfähigkeit.



 
 
Associazione ARS ET LABOR via Fratelli Pellas, 48 - I-06121 Perugia (PG)
C.F. 93034410253 – Iscritta ai nn. 1185 e 1186 del Registro delle Persone Giuridiche della Prefettura di Perugia
tel.: (+39) 075 782.93.76 fax: (+39) 075 782.39.37 cell.: (+39) 328 825.89.44
email: info@arsetlabor.eu
Druckversion | Übersicht | disclaimer