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In ARS ET LABOR kann ich mir eine physiologisch
korrekte Spielweise aneignen (Postur, die Art und Weise spieltechnische Probleme
zu lösen), die ich nirgendswo gefunden habe. Alles wird zu einem einheitlichen
Studium, ohne jeglichen Typ von Dualismus, man kann sich mit den wahren
musikalischen Phänomenen beschäftigen, mit der intersubjektiven Realität.
Außerdem gibt es keinen Zwang zur Kompetition: so ist zum Beispiel die Teilnahme
an Wettbewerben eine ganz persönliche Wahl.
Andrea Vivanet
Es gibt eine Schule, in welcher sich alle erkennen, aber der Weg ist total
individuell, das persönliche Lerntempo respektierend. Alle Aspekte des
Klavierspiels werden betrachtet, nichts wird vernachläßligt.
Es gibt keine Selektion am Anfang: es braucht keine Examen, da die Leute hier
studieren aus Interesse an der Sache.
Diese Art von Arbeit gibt dir Verantwortung, es wird dir ein Prinzip vermittelt
und du entwickelst es.
Aurora Videtta
ARS ET LABOR ist nicht an persönlichen Anerkennungen interessiert, sondern
daran, daß der Schüler sich dessen, was er macht, bewusst wird, daß er zum
menschlichen Wesen mit eigener Individualität wächst, fähig allein und auf
eigenen Beinen zu gehen und nicht zur Kopie der Lehrer wird. Es gibt keine
Elemente außermusikalischer Natur.
Antonia Sfrangeu
Was ich in ARS ET LABOR gelernt habe, bedeutet für mich einen unschätzbaren
Reichtum, nun wo ich versuche es hier in Köln, an der Musikhochschule, wo das
Musikleben radikal anders ist, in die Praxis umzusetzen. Das größte Problem in
den europäischen Musikhochschulen besteht darin, daß das (subjektiv) notwendige
Lerntempo nicht respektiert wird, und das hauptsächlich wegen des zu grossen
Drucks außermusikalischer Faktoren, dem die heutigen Studenten ausgesetzt sind
und der schädlichen Konkorrenz zwischen ihnen, beides Dinge die es in ARS ET
LABOR nicht gibt. Die Geschwindigkeit, mit welcher ein Stück gelernt (und
gespielt!) wird, ist so die meist geschätzte Begabung, was nicht an sich negativ
wäre, wenn es nicht zu solch einer unbarmherzigen Selektion führte, welche nur
auf diesem ziemlich willkürlichen Kriterium basiert und dem langfristigen
Entwicklunspotenzial eines angehenden Musikers (oder seiner wahren Liebe zur
Musik) keine Rechnung trägt.
Cosmin Boeru
Wirklich wichtig sind u.a. die Proben in Konzertsälen und in Theatern und die
Begegnung mit den andern Pianisten in den "sinfonischen" Lektionen.
Valentina Cirina
Zu Beginn meiner musikalischen Studien bis zum Diplom widmete ich mich nur dem
Klavier. Um meine theoretischen Lücken zu schließen absolvierte ich ein
Musikologie- und Kompositionsstudium. Ich konnte mir nicht vorstellen, daß es
eine Möglichkeit gibt, all das auf eine Eins zu bringen. Während dort alles
getrennt erscheint, bedeutet ARS ET LABOR ein Referenzpunkt, als Element der
Verbindung, das mir endlich ermöglicht hat die Kenntnisse, die ich schon besaß,
fruchtbar zu machen und anzuwenden.
Alberto Firrincieli
Ich kam nach Italien, um Gesang und Musikologie zu studieren, doch das Cello war
mein Gefährte seit meiner Kindheit: bei uns, in Taiwan, wird sehr viel Musik
gemacht, von klein auf, und ich fühlte mich von der westlichen Musik angezogen (die
chinesische erschien mir weniger spiritiual).
Schon als ich den Kurs als Hörer besuchte, konnte ich vieles was den Pianisten
gesagt wurde in meinem Repertoir anwenden. Hier gelingt es mir sofort die
Schwierigkeiten zu verstehen und zu lösen, was mir bei den Cellolehrern vielmals
nicht gelingt. Mir öffnet sich der Geist; vom musikalischen Standpunkt und
demjenigen der motorischen Bewußtheit entdecke ich Dinge, die ich noch nirgend
anderswo gefunden habe.
Li-chou Chen
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